Als Höhepunkt der Saison 2016 beendete Felix Laukhardt zum zweiten Mal hintereinander die Jugend-Weltmeisterschaft im Laser 4.7 in der Gruppe der Jungs als bester Deutscher.
Seit Anfang diesen Jahres ist Felix Laukhardt bereits im Laser Radial mit größerer Segelfläche (5,7 m2) auf seiner Einmannjolle unterwegs. Zur Weltmeisterschaft im eigenen Land gelang dem 16-jährigen der Schritt zurück in die Einstiegsklasse des Bootes, den Laser 4.7 mit dessen deutlich kleinerer Segelfläche und flacherem Segelprofil für Umsteiger bis 17 Jahre, an das er sich in nur drei Trainingstagen direkt vor dem Event erst wieder gewöhnen musste.
Zur Eröffnung der dieses Jahr in Deutschland stattfindenden Weltmeisterschaft versammelten sich die knapp 400 jugendlichen Seglerinnen und Segler aus 38 Nationen am Abend des 1. August 2016 in einem Fahnenmeer unterhalb des erloschenen Olympiafeuers in Kiel-Schilksee,
von wo aus sie, begleitet von mitreißenden Rhythmen einer Trommlergruppe, zum offiziellen Empfang in die Vaasa-Halle geleitet wurden. Nach kurzen Reden der Funktionäre stärkten sich die Seglerinnen und Segler am Buffet und Gruppenfotos der teilnehmenden Nationen wurden erstellt.
Zur Durchführung der Segelregatta wurden die 256 Jungs in vier täglich neu zusammengestellte Startgruppen eingeteilt, gekennzeichnet durch farbige Bändsel an der Mastspitze; die 126 Mädchen starteten in zwei Gruppen. Gesegelt wurde 5 bis 6 km vor dem Olympiahafen auf den Regattabahnen Echo und Juliett auf der Ostsee vor der Kieler Förde.
Gleich am ersten Segeltag reichte der Wind auf der Regattabahn für faire Wettfahrtbedingungen nicht aus und die Seglerinnen und Segler kamen unverrichteter Dinge wieder in den Hafen. Dafür konnten am zweiten Wettfahrttag bei guten Bedingungen in allen Gruppen drei Läufe durchgeführt werden. Am dritten Tag bei Wind bis zu 20 Knoten wurden noch einmal 2 Wettfahrten gesegelt. Nach fünf Wettfahrten lag Felix als bester Deutscher mit zwei ersegelten 3. Plätzen auf Rang 48, was leicht für die Qualifikation in die Goldgruppe der Finalläufe gereicht hätte. Mit zwei Ergebnissen im Mittelfeld am letzten Qualifikationstag verpasste er sein Ziel jedoch um sechs Plätze und startete in den Finalläufen im Silberfleet. Hier gab er noch einmal alles und konnte am letzten Tag bei bis zu 25 Knoten Wind sogar noch einen Tagessieg und einen 9. Platz einfahren. Damit beendete er die Weltmeisterschaft auf einem 69. Platz und wie schon im letzten Jahr als bester Deutscher. Antonia Gfrörer, als zweite Hessische Vertretung und ebenfalls vom SCU, ersegelte sich bei ihrer ersten Weltmeisterschaft einen 118. Platz. Die ebenfalls in der Trainingsgruppe betreute Hanne Göricke vom Mühlenberger Segelclub beendete die Regatta als zweitbestes deutsches Mädchen auf einem 40. Platz.
Abseits der Regattabahn trugen unter anderem internationale Fußballspiele auf dem Zeltplatz zur Völkerverständigung zwischen den Teilnehmern aus den anderen Nationen und zu wertvollen Erfahrungen bei. Auch wurde die erfolgreiche Hessisch-Niedersächsische Trainingsgruppe durch die Betreuung eines irischen Seglers bereichert. Das Motto der Trainingsgruppe „Never quit“, zu Beginn eines jeden Wettfahrttages ausgerufen, war für alle richtungsweisend.