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Während der Osterfeiertage fand auch in 2013 wieder das Lake Garda Meeting, die weltgrößte Segelregatta der Optimistenklasse statt. Die diesjährige Veranstaltung brachte mit 1126 Seglerinnen und Seglern aus 30 Nationen einen neuen Rekord im Guinness Buch als die weltgrößte Regatta einer Bootsklasse ein. Der ausrichtende Segelclub ist in Riva ansässig, die riesige Anzahl der Segelboote ist jedoch über etliche Segelclubs in Riva und Torbole im Norden des Gardasees verteilt. In diesem Jahr war die Regatta extrem gut besetzt, da sie als Trainingseinheit für die im Sommer dort stattfindende Weltmeisterschaft angesehen wurde. Es waren Seglerinnen und Segler aus ganz Europa dabei, etliche aus Russland und der Türkei. Sogar 33 Jugendlichen aus den USA sowie 3 Segler von den Niederländischen Antillen waren gemeldet. Deutschland war nach Italien die zweitstärkste Gruppe.

Mit dabei waren auch 11 hessische Seglerinnen und Segler, darunter zwei Jugendliche des Offenbacher Segelclubs Undine e.V., Antonia Gfrörer und Felix Laukhardt. Bereits eine Woche vor dem Event begann das Training vor Ort. Am Anreisetag herrschte Sonnenschein bei  traumhaften 16°C. Diese Bedingungen sollten sich aber leider bald ändern. Von Tag zu Tag sanken die Temperaturen und Schneefallgrenze der umliegenden Gebirge. Am See nieselte es ab Montag mit kurzen Unterbrechungen stetig zunehmend und endete am Samstag mit strömendem Regen bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt.

Während des täglichen Trainings herrschten weitgehend gute Windbedingungen, so dass eine gute und effektive Vorbereitung auf die Regatta durchgeführt werden konnte. Zwischen den zwei etwa dreistündigen Trainingseinheiten auf dem Wasser wurden mittags Pausen an Land eingelegt, damit sich die durchgefrorenen Segler aufwärmen konnten. Montag und Dienstag legte der Wind noch deutlich zu, so dass neben den eisigen Temperaturen auch ein strammer Wind dafür sorgte, dass die Segler bei dauerhaftem Ausreiten und Hängen an die Grenze ihrer Kräfte stießen. Am Dienstag taten sich zudem einige Trainingsgruppen zusammen, um bei mehreren Kurzwettfahrten ihre Leistungsstände zu vergleichen. Am Mittwoch legte der Niedersächsische A-Kader um Tina Buch, bei dem Felix Laukhardt trainierte, zur Vorbereitung auf die Regatta eine Trainingspause ein. Die hessischen Segler um Mitja Leipold, mit denen Antonia Gfrörer  trainierte, begannen erst am Sonntag mit dem Training, so dass diese Gruppe am Mittwochvormittag noch eine Trainingseinheit einlegte, bevor auch hier eine kurze Regenerationsphase einsetzte. Am Nachmittag mussten noch die notwendigen Werbeaufkleber auf den Booten angebracht und eigene Werbungen abgeklebt werden.

Am Mittwochabend fand zur Eröffnung der Veranstaltung der Umzug der Nationen statt, bei der alle Segler, Betreuer und Angehörige ihre Landesfahnen schwingend als riesiger Konvoi durch die schmalen Gassen Rivas marschierten. Auch die Hessische Landesflagge war zu sehen.
Am Gründonnerstag sollten die Wettfahrten beginnen. Der Gardasee zeigte sich jedoch fast spiegelglatt, das Wetter von seiner kalten und feuchten Seite. Mehrere Startversuche wurden unternommen, aber der Gardasee typische Wind blieb aus. Einzig bei den jüngeren Seglern wurde eine Wettfahrt gewertet, bei der jedoch etwa die Hälfte der Teilnehmer die Ziellinie nicht im Zeitlimit erreichen konnte.
Auch am Karfreitag ließ ein konstanter Wind auf sich warten. Startverschiebungen und Wettfahrtabbrüche sowie Kursverlegungen aufgrund drehender Winde waren die einzigen Konstanten auch an den folgenden Tagen. Immerhin konnten am Freitag in vier der fünf Startgruppen jeweils zwei Wettfahrten gesegelt werden. Am Samstag wurde die eine fehlende Wettfahrt der fünften Gruppe nachgeholt und in allen Gruppen bei strömendem Regen und Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt zwei weitere Wettfahrten ausgetragen. So konnten am Finaltag, dem Ostersonntag, die Endläufe gestaffelt nach Leistungsgruppen stattfinden.
Felix konnte sich mit stark schwankenden Ergebnissen als Zweitbester des niedersächsischen Kaders für das Silberfleet qualifizieren und erreichte dort als bester hessischer Teilnehmer einen 117. Platz, was in der Gesamtwertung Rang 288 entspricht. Antonia segelte sich in das Emeraldfleet und erreichte dort bei strahlendem Sonnenschein am Ostersonntagvormittag einen 92. Platz, was in der Gesamtwertung Rang 606 und damit dem  viertbesten hessischen Ergebnis entspricht.

Nach diesem eindrucksvollen Ereignis, das deutlich besseres Wetter verdient hätte, wurden die Boote im erneuten Regen eingepackt, um am Ostermontag im strahlenden Sonnenschein durch die deutlich höher verschneiten Berge als eine Woche zuvor wieder gen Heimat gefahren zu werden. Die Unterkunft für nächstes Jahr ist bereits gebucht…

Weitere Infos und Fotos auf www.felix-laukhardt.de

Doris Laukhardt

Segelclub Undine