Der SCU war mit zwei Booten bei der Wiesbadener Stadtmeisterschaft beim WYC vor Schierstein dabei. Während für die Kadersegler Antonia Gfrörer (SCU) & Lucas Suarez (SCR) die Regatta eher als ein Trainingstag vor der eigenen Haustür zu sehen war, war für die Begleitmannschaft („Transporteure“) aus Stefan Gfrörer (SCU) & José Suarez der Spaß am Segeln und Regattasegeln im Vordergrund. Doch es lief besser als erwartet.
Am Samstag bei Starkwind auf dem Rhein war jeder Segler gefordert. Hochwasserbedingte starke Strömung und 4 (Böen 5) Bft Wind gegen den Strom sorgten für entsprechende Bedingungen; aber insbesondere der stark böige Wind hatte es in sich. Jede Bö von achtern den Rhein hinauf schob die Jollen zwar schön auf die Wellen, aber ein 420er mit leichter Mannschaft ist da nicht mehr zu halten, so dass Antonia&Lucas meist ohne Spi segelten, weil auch ohne Spi die Kenterung nicht vermeidbar war; so war in der ersten Wettfahrt keine gute Platzierung zu holen. Da hatten es Stefan&José, die allerdings die erste Wettfahrt technik-bedingt verpassten, mit der Lis „Babelfisch“ schon einfacher.
Da die SCUler die einzigsten Jollen auf der Regatta waren, fragte die Wettfahrtleitung vorher extra nochmals, ob wir bei diesem Wetter segeln könnten. Wir haben ihr es bewiesen und die jugendlichen Segler auf ihrem 420er haben hinterher ein extra Sonderlob („große Klasse!“) und einen Sonderpreis des WYC bekommen.

Der Sonntag war dann eher mau. Bis die Regatta um 11:00h angeschossen wurde, war der Wind endgültig zu einem lauen Lüftchen geworden. Bei wenig Wind wurde noch ein Lauf im Schiersteiner Hafen gesegelt, der geplante zweite war nicht mehr möglich. Aber immerhin waren damit vier Wettfahrten ohne Streicher im Kasten.
Am Ende konnte sich das Resultat der SCU sehen lassen: Antonia & Lucas mussten sich auf ihrem 420er nur einer überragend segelnden Triaz geschlagen geben und konnte den sehr guten zweiten Platz erringen. Stefan & José (bzw. am Sonntag mit Julius) ließen einige klassische Regattaschiffe hinter sich und standen in der nach Yardstick gewerteten Regatta auf dem dritten Platz.
Insgesamt mal wieder ein großer Erfolg für die Undine-Segler im heimischen Revier, der zeigt, dass sich es richtig lohnt mal in die (nahe) Ferne zu fahren und den Undine-Wimpel hochzuhalten.
Stefan G. Gfrörer