Menu Content/Inhalt

Am Wochenende des 23. und 24. April 2016 fuhren 14 Laser 4.7, 26 Laser Radial und 25 Laser Standard am Steinhuder Meer um die Distriktmeisterschaft Nord 2016. Auch ich war angetreten – zwar nicht, um den Titel des Distriktmeister Nord zu holen, denn ich starte für den Distrikt West, allerdings um an einer hochrangigen Regatta teilzunehmen, Erfahrung zu sammeln und evtl. einige Ranglistenpunkte mitzunehmen.

Bei guten 15 Knoten und zermürbender Kälte wurden am Samstag drei Wettfahrten gesegelt. Ich belegte die Plätze 5, 2, 3, bekam allerdings im zweiten Rennen einen OCS; genauso wie viele andere auch. Insgesamt hatten nach diesem Tag mehr als 50% der Teilnehmer einen OCS in ihrer Wertung stehen, was dazu führte, dass mein Trainingskamerad Noah mit 27 Punkten das Feld anführte. Am Abend saßen wir alle gemütlich beim Spanferkelessen zusammen.
Am Sonntag hatten wir zwar nur noch eine Wettfahrt zu segeln, allerdings war der Start schon für 10 30 Uhr angesetzt. Hinzu kamen eine Temperatur von nur drei Grad Celsius und eine ähnliche Windstärke, wie am Vortag. Noch vor dem Start zur finalen Wettfahrt gab es einen Hagelschauer, was uns natürlich sehr erfreute… Doch während dem Rennen wurde uns immer wärmer, sodass ich am Ende auf den neunten Platz fuhr. Im Gesamtklassement sprang ein guter fünfter Rang für mich heraus, womit ich sehr zufrieden sein konnte.
Die anderen hessischen Teilnehmer, alle vom Segelclub Undine, belegten folgende Plätze: Thomas Laukhardt (Laser Standard): 16; Antonia Gfrörer (Laser 4.7): 11.

Felix Laukhardt; GER 207334

 

Theo war mit einer Gruppe des Hessischen und des Rheinland-Pfälzischen Seglerverbands in Hyères auf dem Mittelmeer. Hier sein Bericht:

 

7 Optis auf dem Meer in Hyéres, meist windig zweimal Flaute und ziemlich viele Luvtonnenmanöver, Leetonnenmanöver und Rollwenden.

Trainer Jerôme tuckert nebenher, lässt uns jeden Morgen Frühsport machen und legt Wettfahrtskurse aus. 7 Kinder + Trainer haben immer eine Beschäftigung ob bei Flaute oder bei 6 Windstärken. Toll wars, wir haben viel dazugelernt und können uns sicher gut in die nächste Wettfahrt stürzen.     

Theo (Hey!)

 

 

 

 

Gefestigte Kenntnisse der Regelkunde verknüpft mit Strategie und Taktik sollen zum Erfolg führen

In einem Lehrgang während der Wintermonate vermittelte der erfolgreiche Jugendsegler des Segelclub Undine e.V. Felix Laukhardt Teile seines langjährig angesammelten Wissens an die jugendlichen Segler des Vereins. Das Thema „Strategie und Taktik“ wählte er bewusst, da fundierte Kenntnisse dieser Themen unabhängig von der Bootsklasse für jeden guten Regattasegler unerlässlich sind. Als Ziel hatte Felix formuliert, dass im Anschluss an die fünf Einheiten umfassende Lehrgangsreihe jeder Teilnehmer in Zukunft den überwiegenden Teil seiner Entscheidungen während einer Regatta bewusst trifft. Der Stoff war anspruchsvoll und wo möglich mit praktischen Tipps angereichert. Die  Mitarbeit der Teilnehmer wurde dabei ebenso gefordert wie offene Fragen zum Thema;  Themen auf Wunsch wurden ebenfalls flexibel aufgenommen und bearbeitet. Alles wurde von Felix so verständlich erklärt, dass auch die letzte Unklarheit beseitigt wurde und der Test am nächsten Lehrgangstermin beantwortet werden konnte. Aus den 20 Stunden konnten sowohl die Einsteiger als auch die erfahreneren Segler extrem viel Neues mitnehmen.

Ergänzt wurde das Basiswissen der Jugendsegler durch ein vom Vereinskollegen und ebenso erfahrenen wie erfolgreichen Regattasegler Karlo Schmiedel angebotenes Regelkunde-Seminar. Karlo war überrascht über das große Interesse - zehn Jugendliche und 3 Trainer hatten sich angemeldet - und zeigte sich begeistert angesichts der aktiven und motivierten Mitarbeit der Teilnehmer, die ihm viel Freude bereitete und ihn für den Aufwand belohnte.

 

Jetzt heißt es nur noch, das Erlernte zu speichern und auf dem Wasser umzusetzen. Die kommende Saison wird spannend…

 

Doris Laukhardt

 

 

Vom 27.03. bis 02.04. fand das obligatorische Ostertraining des niedersächsischen Landeskaders statt; diesmal am Gardasee.
Unter neuem Trainer wurde das Training noch einmal angezogen. Jeden Morgen wurde Frühsport mit der ganzen Gruppe gemacht und auf dem Wasser wurde uns keine Pause gegönnt; bei Flaute wusste man sich mit sehr anstrengenden Crossfiteinheiten zu helfen und am Abend wurden in der Auswertung noch einmal alle Fehler aufgezeigt. Alles mit dem Ziel uns komplett auszupowern.

Das ganze Training begann am Ostersonntag um 12.00 Uhr, segelfertig. Mit 22 Knoten Wind im Schnitt und bis zu 26 in Böen, ging es zunächst in einen Trainingsblock, der uns nach der langen Winterpause wieder auf Starkwind und unsere allgemeine Bootsbeherrschung einstimmen sollte. Es begann mit einer langen Kreuz und Manövern auf Pfiff: ein Pfiff = Wende; zwei Pfiffe = Kringel; drei Pfiffe = abfallen, das Motorboot als Leetonne runden und wieder auf die Kreuz gehen; und die Trillerpfeife stand nicht still. Anschließend wurden unsere Manöver noch einmal auf engstem Raum, im Manöverdreieck, getestet, bevor es Vorwind eine gute Weile zurück ging, um in Hafennähe einige Rennen zu segeln.
Am nächsten Tag sollten Kursorientierung
und Orientierung in Boot-zu-Boot-Situationen die Hauptthemen sein. Außerdem stand am Abend die erste Videoauswertung an, in der wir gerade vom ersten Tag unsere Manöver und Vorwindtechnik beurteilten.
Der Dienstag als Segeltag war hartes Brot. Zunächst fuhren wir allerdings bei Leichtwind eine dreiviertel Stunde den Gardasee hinunter, um genügend Abstand zum Ufer zu bekommen, da wir einen riesigen Block mit Startübungen abzuarbeiten hatten. Währenddessen nahm der Wind immer weiter zu und als wir anschließend zusammen mit der hessischen Trainingsgruppe Rennen fuhren, wurden bis zu 32 Knoten Wind gemessen.
Mittwochmorgen war Flaute – Zeit für Crossfit! Wer „Crossfit“ nicht kennt: Es besteht aus Grundübungen, wie Kniebeugen, Liegestütz, SitUp´s, etc. Man kann sich aus hunderten von Übungen sein eigenes Workout gestalten und versucht dieses in verschiedenen Varianten so schnell wie möglich durchzuarbeiten, was enorme Anstrengung bedeutet.
Da am Nachmittag doch noch Wind kam, vertieften wir die Boot-zu-Boot-Situationen mithilfe speziell dafür ausgewählter Übungen.
Am Donnerstag war „Limone-Tag“. Geplant war, dass wir bei Nordwind Vorwind nach Limone fahren würden, dort Pizza äßen und anschließend mit einigen eingebauten Übungen bei Ora wieder zurück fahren würden.
Leider ließ der Wind diesen Plan nur beschränkt zu. Wir hatten zwar Glück nicht schon am Morgen Ora zu haben, jedoch ließ uns der Wind komplett im Stich, sodass wir zunächst den Hinweg schleppen mussten. Zwischendurch machten wir einen Zwischenstopp an der Grotte, wo wir mit dem Motorboot abgesetzt wurden, während unsere Boote auf dem See trieben. Die Grotte liegt im Berg und ist Knietief. Ein Wasserfall fällt in sie hinein, weshalb das Wasser dort sehr kalt ist.
Kurz bevor wir schleppend in Limone ankamen, kam doch eine leichte Brise auf und wir versuchten ein Teamrace zu starten. Leider schlief der Wind nach einer Wettfahrt wieder ein und wir kamen wieder an den Haken.

Am Nachmittag, als wir uns auf den Rückweg machten, war etwas Wind vorhanden, sodass wir wenigstens eine unserer Übungen durchführen konnten, bevor wir uns mit dem Brandenburger Landeskader zusammentaten, um einige Rennen zu segeln. Leider drehte der Wind nach einer Wettfahrt im Kreis und stabilisierte sich erst wieder, als die Brandenburger Segler sich wieder auf den Heimweg begeben mussten. Dafür konnten wir nun unsere Übungen durchführen und uns dem eigentlichen Ziel des Tages widmen, dem Vorwindfahren.
Der Freitag diente noch einmal dazu bei eher schwachem Wind das Bootsfeeling, sowie die Manövertechnik zu verbessern.
Am letzten Tag wollten wir noch unseren Joker einlösen, da wir die Woche sehr viel geschafft hatten. Es sollte Matchrace gesegelt werden. Leider schlief der schon sehr schwache Wind nach nur einem Lauf ein, sodass wir den Großteil unserer Abschlussbesprechung schon am Motorboot auf dem Wasser erledigen und anschließend zusammenpacken konnten.

Es war eine sehr schöne und intensive Trainingswoche, bei der ich viel lernen und wieder gut in die neue Saison starten konnte.

Felix Laukhardt; GER 207334


 

Obwohl man als Segler Wind und Wellen und damit allen Witterungseinflüssen ausgesetzt ist, war das Wetter am zur Bootstaufe mehr als bescheiden. Regen und einstellige Temperaturwerte laden nicht gerade zu einer Veranstaltung im Freien ein.

Neben der Taufe fand in diesem Jahr eine Präventivmaßnahme der Wasserschutzpolizei Frankfurt auf dem Gelände des Segelclub Undine statt. Aufgrund der Wetterverhältnisse unter einen Zeltdach wurden Bootsmotoren graviert und registriert. Wegen der großen Resonanz im Verein erschien das Expertenteam der Wasserschutzpolizei unter Leitung des neuen Dienststellenleiters bereits um 10:00 Uhr auf dem Vereinsgelände. Innerhalb von nur wenigen Minuten standen rund um die Gravierstation mehrere Außenborder für die Gravur bereit.

Die zeitliche Vorgabe, bis zum eigentlichen Taufakt die Gravieraktion zu beenden, konnte nur durch den pausenlosen Einsatz der Polizeibeamten sichergestellt werden.

Selbst mich hat die Anzahl von über 25 Außenbordmotoren in einem Verein mit 100 Mitgliedern überrascht.

Pünktlich um 15:00 konnte der Festakt der Taufe beginnen. Auch das Wetter hatte ein Einsehen und der Regen hörte auf. Unter den anwesenden Gästen befanden sich Mitglieder des Magistrat der Stadt Offenbach, Vertreter des Sportkreises Offenbach und Vertreter des hessischen Seglerverbandes. Auch Vertreter der befreundeten Nachbarvereine ließen sich nicht durch das Wetter abhalten, an der Veranstaltung teilzunehmen.

Nach kurzer Ansprache durch den Vorsitzenden, der besonders auf die erfolgreiche Jugendarbeit hinwies, wurde der Akt der Taufe vollzogen. Insgesamt waren für dieses Jahr 10 Täuflinge geplant. Da aber 2 Jugendliche mit ihren neuen Booten an diesem Wochenende in anderen Revieren auf Regatten unterwegs waren, blieben 8 zu taufende Boote übrig.

Neben bereits im Verein vorhandenen Booten, die innerhalb des Vereins einen neuen Besitzer gefunden hatten, wurden zwei neue Boote für die Jugend getauft. Zu einem hat der Verein ein Trainerboot angeschafft, welches ermöglicht, auch auf Ostsee oder Mittelmeer die Vereinsjugend zu trainieren und zu sichern. Nach einer ersten Notttaufe im März wurde dieses Boot bereits am Gardasee eingesetzt und hat sich dort bestens bewährt.

Ein zweite Jugendboot wurde von der Klassenvereinigung der Cadet-Segler dem Segelclub Undine für ein Jahr zur Verfügung gestellt und von der anwesenden Abordnung der Vereinsjugend mit alkoholfreiem Sekt getauft.

Des Weiteren wurden 3 Kajütboote, ein offenes Kielboot und 2 Jollen getauft. Bei der Taufe der Jolle unseres Neumitgliedes stellte sich heraus, dass das Boot, obwohl bereits seit fast 30 Jahren im Familienbesitz, nie einen eigenen Namen besessen hat.

Im Anschluss bot Herr Hübscher, Dienststellenleiter der Wasserschutzpolizei Frankfurt, allen Täuflingen eine Beratung zur Ausrüstung der neu erworbenen Schiffe in seiner Dienstelle an.

Im Anschluss an den offiziellen Taufakt hatte jeder Gelegenheit sich die getauften Schiffe im Detail selbst anzuschauen und eventuelle Fragen mit dem Eigner zu klären und mit einem Glas Sekt anzustoßen. Für das leibliche Wohl war gesorgt und verdursten brauchte auch niemand. Ob dabei Bier die richtige Wahl war oder doch lieber ein heißer Grog angebrachter gewesen wäre, ist ein anderes Thema.

(KM)