Unsere Jugendgruppe 2015

Über 10 aktive jugendliche Seglerinnen und Segler sind als aktive Jugendgruppe in 2015 wieder an den Start gegangen. Neben den Anfängern im Optimist sind weiterhin einige Regatta-Seglerinnen und -Segler national und international unterwegs, teilweise mit beachtlichen Erfolgen. In diesem Jahr haben wir eine sehr erfolgreiche Trainings-Kooperation mit dem benachbarten ORV-S gebildet.
Doris Laukhardt, SCU
Das Blaue Band
Am 19.09 und 20.09.2015 war es wieder soweit. Der Frankfurter Yachtclub veranstaltete seine jährliche Herbstregatta, unter Insidern das „Blaue Band“ genannt. Eigentlich wollten wir an der Veranstaltung aufgrund der in der Vergangenheit gemachten Erfahrungen nicht mehr teilnehmen. Aber jeder sollte eine zweite Chance erhalten.
Das Erste was uns dieses Jahr auffiel, war die sehr gute Beteiligung, gepaart mit einer guten Organisation und der daraus resultierenden Stimmung. Der Frankfurter Yachtclub in Bestform?
Für das Wetter kann bekanntlich kein Veranstalter etwas. Der erste Lauf am Samstag endete in einer Wasserschlacht. Der Übergang von Regenwasser zum Flusswasser gestaltete sich nahtlos. Wer keinen Trockenanzug anhatte, wurde bis auf die Unterwäsche durchnässt.
Der leckere Leberkäs im Anschluss konnte die durchweichten Lebensgeister nur bedingt wieder wecken.
Der Sonntag zeigte sich da von seiner schöneren Seite. Trotz zeitweiser dichter Bewölkung brach die Sonne immer wieder durch und verbreitete wohlige Wärme auf den Schiffen. Der Anblick von 29 Segelbooten wurde zu einem beliebten Fotomotiv der Fahrgastschiffe, die das Regattafeld regelmäßig durchquerten. Auch für uns Segler eine her ungewohnte Kulisse mit so vielen Booten unterwegs zu sein auf dem Main. Das Feld starte in 4 Gruppen. Zuerst die 18 Jollen gefolgt von den 6 Kreuzern und 2 offenen Kielbooten. In einer eigenen Startgruppe und einem eigens ausgelegten Kurs die 3 Optimisten.
Selbst der Wind konnte diesem Anblick nicht wiederstehen. Es fiel ihm zwar zeitweise schwer die geforderten 2 Bf. durchzustehen, aber er hörte niemals in der Wettfahrt ganz auf. Dazu war die Windrichtung außergewöhnlich stabil.
Mit einstündiger Verspätung startete die erste Wettfahrt am Sonntag um 11:00 Uhr. Nachdem die Jollen und Dickschiffe gestartet waren wurde die Wettfahrt abgebrochen. Ein Berufsschiff überquerte kurz nach dem Start die Startlinie und teilte das gerade gestartete Feld in zwei Felder. Eine richtige und konsequente Entscheidung der Regattaleitung. Der Neustart erfolgte kurze Zeit später und es wurden 2 Runden gesegelt.
Die Regattaleitung war am Sonntag wild entschlossen die ausgeschriebenen 4 Wettfahrten zu absolvieren. Es folgten 2 weitere Wettfahrten über jeweils eine Runde.
Die Regattaleitung hat bei der Veranstaltung große Umsicht walten lassen und eine gute Figur abgegeben. Die Starts wurden mit Schall- und Flaggensignalen signalisiert, Zieldurchgänge mit der Glocke angezeigt. Es stand eine ausreichende Anzahl an Ordnerbooten zur Verfügung, die in die Regattaleitung eingebunden waren und das Regattafeld über Bahnverkürzungen informiert haben.
Der Segelclub Undine war mit einem Kreuzer, einem offenen Kielboot und einem Laser vertreten. Die Ausbeute:
1 Blaues Band, 3 Medaillen, 3 Flaschen Sekt, 6 Schäkelöffnern
Der Frankfurter Yachtclub in Bestform?
Die Frage kann man mit einem klaren „Ja“ beantworten. Gute Organisation, kompetente Regattaleitung, gute Beteiligung, gute Stimmung. Alles richtig gemacht. Wir werden uns den Termin im nächsten Jahr vormerken und gern wiederkommen. Ich glaube der Frankfurter Yachtclub konnte überzeugen und 29 Schiffe sehen schon gut aus.
Bis nächste Jahr
Klaus Mackeprang
Segelclub Undine
Regatta um den MaaCub 2015
Regatta um den Maa Cup 2015
Am Samstag den 05. September trafen sich beim SegelClub Undine 18 Mannschaften zur Regatta um den Maa Cup 2015.
Die Segler kamen aus mehreren Vereinen der Umgebung, dem Segelverein Rheingau, dem Hanseatischen Segel Sport Club und dem Offenbacher Ruderverein Abteilung Segeln und natürlich vom ausrichtenden SegelClub Undine. Das Segelrevier liegt zwischen Carl-Ulrich-Brücke und Kaiserleibrücke am Main. Die Segler traten in 4 Bootsklassen nach einem Vergütungssystem an, da die verschiedenen Boote unterschiedliches Geschwindigkeitspotenzial haben. Am Samstag fanden 2 Wettfahrten bei kräftigem Wind statt, die den Seglern einiges an Können abverlangten. Nach den Wettfahrten kam der gemütliche Teil der Veranstaltung, der Seglerhock. Hierbei wurden die Wettfahrten noch einmal gedanklich nachvollzogen und analysiert. Am Sonntag war der Wind etwas geringer, jedoch böiger.
Das führte bei den Jollen zu einigen Kenterungen, aber die Boote wurden von den Seglern genauso schnell wieder aufgerichtet, wie sie umgefallen waren. Nach fast 7 Stunden konzentrierten Segeln an beiden Tagen gingen die 4 Wettfahrten zu Ende.
Die Sieger in den einzelnen Wertungsklassen sind: Timo Laukhardt (Optimist, SCU), Felix Laukhardt (Jollen, SCU), Sandra Bahr/Christian Bachmann (Kajütboote, ORV-S) und Stephan und Gerhard Laukhardt (Offene Kielboote, SCU). Besonders erfreulich war die Teilnahme unserer jugendlichen Vereinsmitglieder. Besonders möchte ich hervorheben, dass unsere besten Nachwuchssegler an dieser Regatta teilgenommen haben. Dies sind Felix Laukhardt im Laser 4.7 als bester deutscher Segler (männlich) bei der Jugendweltmeisterschaft im niederländischen Medemblik und das Team Antonia Gfroerer/Lucas Suarez im 420er als hessischer Vizemeister.
Felix Laukhardt bester deutscher WM-Teilnehmer
Als mit Abstand bester deutscher Segler beendete der für den Offenbacher Segelclub Undine startende Felix Laukhardt die Jugend-WM im Laser 4.7 auf Platz 59 des Gold-Fleets.
Nachdem es bei der internationalen Deutschen Meisterschaft Mitte Juli in Travemünde bei Felix nicht wirklich rund lief und er sich mit einem 14. Platz zufrieden geben musste, hatte er für die Jugend-Weltmeisterschaft wieder alle Kräfte mobilisiert.

Das Vortraining in der zweiten Woche der hessischen Schulferien ließ der Trainer locker angehen; jeden Tag eine längere Trainingseinheit zum Kennenlernen des Reviers vor Medemblik auf dem Ijsselmeer.

Die 257 männlichen Segler der Bootsklasse Laser 4.7 wurden in vier Startgruppen unterteilt. Bereits zu Beginn der Wettfahrtserie konnte sich Felix mit einem 28. und einem 8. Platz in seiner Gruppe bereits als bester Deutscher im vorderen Bereich der Gesamtliste auf Platz 59 behaupten. Diese Leistung konnte er in den nächsten beiden Qualifikationstagen sogar noch verbessern, sodass er sich als einziger deutscher Segler in der Gruppe der besten 65 Segler weltweit wiederfand.
In der zweiten Hälfte der Weltmeisterschaftswoche fanden weitere sechs Wettfahrten in den entsprechenden Leistungsgruppen statt. Aus der Summe aller 11 gesegelten Wettfahrten, die bei unterschiedlichsten Bedingungen stattfanden, wurde der Gesamtplatz ermittelt. Felix belegte einen hervorragenden 59. Platz und konnte sich damit in seinem ersten Jahr in dieser Bootsklasse auch unter den Besten der Welt gut behaupten.
Doris Laukhardt, SCU
Mainuferfest 2015
Die Sterne standen im Vorfeld nicht besonders günstig für das Mainuferfest 2015. Das Mainuferfest 2014 wurde nur von wenigen Helfern gestemmt, die am Ende total erschöpft waren und nie wieder an der Veranstaltung teilnehmen wollten.
Es ist immer wieder erstaunlich, wie durch intensive direkte Ansprache der Vereinsmitglieder neue Potentiale erschlossen werden können. Unter der Federführung von Inge Gottschalk-Mackeprang konnte ein Personaleinsatzplan erstellt werden, der allen Bedürfnissen gerecht wurde.
Mit Hilfe alter Profis und neuen Helfern wurde der Stand pünktlich am Samstagmorgen aufgestellt. Um den Neuen eine Chance zu geben und zu lernen, erfolgt der Aufbau in Ruhe und Schritt für Schritt. Das Wetter spielte soweit mit, dass der eigentliche Aufbau trocken erfolgen konnte. Bevor allerdings die ersten Apfelküchlein in der Pfanne landeten wurde der Stand durch heftigen Regen auf Dichtigkeit überprüft. Regenwasser und heißes Fett sind keine gute Kombination und so wurde erst einmal abgewartet, zumal auch keine Kundschaft mehr vorhanden war. Gut dass die Kühltruhe auf Rollen stand. So konnte der kleine Bach fast ungehindert durch unseren Stand fließen.
Nachdem Schauer klarte es ziemlich schnell auf und die warmen Temperaturen trockneten Zelt und Boden schnell ab. Um 15:15 Uhr konnte der Bräter befeuert werden. Die Äpfel waren bereits unter den neugierigen Blicken einzelner Zuschauer bearbeitet worden. Besonders die Apfelschälmaschine fasziniert das Publikum. Parallel dazu wurde der Teig frisch hergestellt. Nachdem die ersten Schwaden von Tante Otti`s Apfelküchlein über das Festgelände zogen, ging der Verkauf los. Das Besondere in diesem Jahr, der kontinuierliche Verkauf. In den vergangen Jahren hat sich ein fester Kundenstamm gebildet auf den Verlass ist. Obwohl wir dieses Jahr mit dem Verkauf sehr spät begonnen hatten, waren wir gegen 19:00 Uhr ausverkauft. Den Stand aufräumen und die kostbaren Dinge im Hänger verladen und dann selbst noch ein lecker Bierchen getrunken um den erfolgreichen Tag abzuschließen.
Pünktlich um 9:00 Uhr am Sonntag trafen sich die ersten Helfer wieder zum Einrichten,
Apfelschälen und Teig anrühren vor dem Büsing-Palais. Der Sonntag beginnt immer etwas schleppend, sodass die erste Schicht kaum etwas zu tun hatte. So gegen 14:00 Uhr strömten die Massen über das Festgelände und viele stellten sich artig an unserem Stand an. Selbst als es keine Äpfel mehr gab wurde uns der reine Pfannekuchenteig aus den Händen gerissen. Aber nicht nur der Verkauf der Apfelküchlein lief gut, auch Getränke wurden reichlich verkauft. Um 17:30 war nicht nur das Essen komplett verkauft, auch das Bier war alle. Die Kasse allerdings war voll.
Mit routinierten Handgriffen war alles in kürzester Zeit abgebaut und verladen. Auf dem Clubgelände wurde alles verstaut und der Anhänger noch am gleichen Tag zurückgebracht.
Eine gelungene und auch finanziell erfolgreiche Veranstaltung mit vielen neuen und alten Helfern. Wenn Ihr Euch die Bilder anschaut gibt es neben der Arbeit auch entspannende Momente.
Die Planungen für 2016 laufen bereits und alle die 2015 nicht dabei waren haben etwas verpasst.
Klaus Mackeprang
Vorsitzender