Menu Content/Inhalt

Mit sechzehn hessischen Opti-Kids und einem bayrischen waren beim ersten Lauf zur Hessenmeister­schaft 2014/2015 am 13.09. und 14.09.2014 auf dem Krombachstausee im Westerwald über­raschend viele auf dem Wasser. Mit dabei waren auch drei junge Segler vom Segelclub Undine e.V..

Bei einem schönen Segelwind mit 2-3 Bft. verteilte sich das Feld mit den jüngsten Seglern über die Regattastrecke. Gleich auf dem ersten Dreieckkurs kam Agatha mit weitem Abstand hinter dem Feld verzweifelt zur Raumtonne, die in der Nähe der Steganlagen lag, und schimpfte, dass das Boot nicht mehr fahre. Nach einem Tipp der Trainerin baute sie kurz Schwert und Ruder vom Boot ab, entfernte die darin befindlichen Krautbüschel und kämpfte sich kontinuierlich nach vorne bis  auf einen 11. Rang.

Die jungen Seglerinnen und Segler lieferten sich in den fünf ausgetragenen Wettfahrten spannende Zweikämpfe. Auch entschied oftmals die gewählte Seite über die Platzierungen, da insbesondere am Samstag der Wind oft drehte.

Die letzte Wettfahrt ist aus Sicht der Undine-Segler noch erwähnenswert. Nach einem super Start und einer optimalen Kreuz konnten sich Nikolas an der Spitze und Timo als zweiter zunächst an die Spitze des Feldes setzen. Nach dem ersten Dreieck übernahm der in der Gesamtwertung Führende erneut diese Position. Agatha kämpfte sich auf Platz zwei nach vorne. Timo blieb bis zur letzten Luv-Tonne, etwa 100m vor dem Ziel auf dem dritten Rang, berührte dann aber bei der letzten Tonnenrundung dieselbe und musste entsprechend den Regeln einen Kringel segeln. Hierbei hatte er zu wenig Fahrt im Schiff, der Baum prallte bei diesem Manöver an seinen Kopf und zwei Segler konnten ihren Vorteil nutzen und sich noch an ihm vorbei schieben. Für die Endwertung machte dies keinen Unterschied, der schöne dritte Platz war trotzdem leider verloren.

In der Endwertung landete Agatha Wycislik nach der Streichung der ersten Wettfahrt auf einem tollen 5. Platz, Timo Laukhardt erreichte den 6. Rang und  Nikolas Wycislik wurde abschließend 10.

Doris Laukhardt

 

Bei sehr durchwachsenen Bedingungen mit Startverschiebung aufgrund von  Unwetterwarnungen, unendlich vielen Blitzen und ausgiebigen Regengüssen zu Beginn bis hin zu Sonnenschein und lauem Lüftchen gegen Ende war alles dabei. Die jungen Segler mussten bei der Internationalen Deutschen Jüngstenmeisterschaft 2014, die vom 09.08. bis 16.08. in Flensburg ausgetragen wurde, gleichermaßen Wettfahrten mit 32 und 3 Knoten Wind meistern.

Zum letzten Mal wieder als Hesse im Niedersächsischen Kader mit dabei war Felix Laukhardt, der nun mit seinen fast 15 Jahren in eine neue Bootsklasse umsteigen muss. Er kam in Flensburg aufgrund seiner Größe und Erfahrung mit dem starken Wind, bei dem die Wellen auf der Förde die Optisegler von Land aus optisch bis zum Haarschopf verschwinden ließen und nur etwa die Hälfte der Segler im Zeitlimit das Ziel erreichten, besser klar als mit dem lauen Wind, bei dem die Leichtgewichte punkten konnten. So sprang am Ende nur ein 110. Platz von 218 Startern heraus.

 

 

Im Anschluss an ihre letzte Regatta im Optimist ist es üblich, dass die Umsteiger ihr Boot kentern und so ihren Abschied aus dem Jüngstenboot feiern. Felix hat diesen Moment mit seiner am Boot montierten Kamera festgehalten…

Doris Laukhardt

 

Bereits im Juni bei der Segelregatta in Biblis hatte Thomas Laukhardt vom Segelclub Undine e.V. Offenbach den Grundstein zu seinem Meisertitel gelegt. Nach 14-jähriger Kinderpause auf den hessischen Regattapisten trat er erstmals wieder in seinem Laser Standard bei einer Meisterschaft an, die er gleich als bester hessischer Teilnehmer seiner Bootsklasse hinter einem auswärtigen Segler beendete.

Am 6. und 7.9.2014 sollte nun der zweite Lauf zur Hessenmeisterschaft 2014 in Langen stattfinden. Leider konnten die vielen angereisten Seglerinnen und Segler bei wunderschönem Wetter nur warten und im See baden. An ein Wettsegeln war bei spiegelglattem See und ohne Wind nicht zu denken.

Da in Biblis vier gewertete Wettfahrten stattfinden konnten, wurden die Hessenmeisterschafts­-Medaillen auf Basis der im ersten Lauf ersegelten Ergebnisse  verliehen. So wurde Thomas Laukhardt Hessenmeister im Laser Standard und knüpfte damit quasi nahtlos an seine Segelkarriere vor der Pause an. In der Jugend- und Damenbootklasse Laser Radial wurde Felix Laukhardt bei seiner ersten Laser-Regatta viertbester hessischer Segler.

Doris Laukhardt

 

Vom 10.-15.08.2014 fand in Glücksburg bei Flensburg die diesjährige Internationale Deutsche Jüngstenmeisterschaft (IDJüM) der Optis statt. Im Voraus fand ein Vortraining meiner Trainingsgruppe vom 04.-09.08.2014, ebenfalls in Glücksburg, statt.
Diese Deutsche Meisterschaft war meine vierte und auch letzte. Danach bin ich in den Laser 4.7 umgestiegen.

Training
Bevor das Training los ging wurde ich von meinem Vater nach Braunschweig gefahren, wo ich bei Freunden übernachtete und am nächsten Tag gemeinsam mit ihnen nach Glücksburg fuhr.
Als wir am nächsten Tag in Glücksburg eintrafen, mussten wir erfahren, dass unsere Trainerin leider noch nicht kommen konnte, da sie erkrankt war. Also wurden wir an diesem Tag vom Landesjugendobmann von Schleswig-Holstein, Roman, betreut. Mit ihm fuhren wir erst einmal alle gemeinsam mit einem alten Holzkutter auf die andere Fördeseite nach Dänemark, um Hotdog zu essen. Auf dem Weg dorthin war es jedoch ein wenig unangenehm, da der Kutter das erste Mal in diesem Jahr im Wasser war und deshalb noch jede Menge Wasser zog.
Trotz des wenigen Windes wässerten wir am Nachmittag noch einmal unsere Optis, um auf der Förde ein bisschen zu trainieren. Da der Wind leider immer weniger wurde, segelten wir nach einiger Zeit wieder in den Hafen, bauten unsere Boote ab und fuhren dann gemeinsam nach Flensburg, wo wir die Woche über bei einem Freund übernachteten.

Der Dienstag verlief etwa genauso, wie der Montag, da Tina immer noch krank war. So machten wir morgens eine kurze Einheit mit Roman, der mittags einen Termin hatte und dann am Nachmittag wieder bei uns war.
Am Abend kam dann aber Tina, sodass wir am Mittwoch mit dem richtigen Training beginnen konnten.
Leider war  am Mittwochmorgen noch kein Wind, sodass wir die Zeit mit Theorie überbrücken mussten.
Da am Nachmittag dann aber doch noch Wind kam, konnten wir bei 10-15 Knoten unseren Bootsspeed unter Beweis stellen.
Am nächsten Tag begann das Training leider erst etwas später, da Tina noch etwas zu erledigen hatte. So segelten wir mittags raus, mussten dann jedoch nach einer guten halben Stunde wieder in den Hafen fahren, da uns ein kräftiger Regenguss heimsuchte, der so stark war, dass die Tropfen schon in den Augen weh taten.
Nach der Front ging es dann gleich wieder raus und wir segelten noch Wettfahrten mit anderen Gruppen, um wieder in den Wettkampfmodus zu finden.
Der Freitag gestaltete sich eher langweilig, da den gesamten Tag nicht wirklich viel Wind wehte und wir deshalb nur eher gemächlich unterwegs waren.

Am Samstag, dem letzten Trainingstag, machten wir noch einmal eine lange Einheit, bei der wir zunächst wieder mit anderen Gruppen zusammen Wettfahrten fuhren. Dabei nahm der Wind jedoch immer weiter zu, bis eine große Regenfront kam, die über 30 Knoten Wind mitbrachte. Aufgrund dieses Windes kenterten 90% aller Boote, viele zur Schonung des Segels absichtlich, nur ein paar wenige warteten mit mir zusammen an der Luvtonne, bis wir das Zeichen bekamen, in den Hafen zu fahren.
Am weiteren Nachmittag war ich dann noch zusammen mit meinen Eltern, die an diesem Tag angereist waren, auf einer Abschlussfeier eines Freundes eingeladen, der nach dieser Regatta ebenfalls umsteigen würde.

Regatta
Am Sonntagmorgen hatte ich Vermessung. Zum Glück gab es nichts zu bemängeln, sodass ich entspannt bleiben und mich weiterhin auf die Meisterschaft konzentrieren konnte.
Am Abend fand die Eröffnungsfeier statt. Wir liefen nach einem Treffen mit allen Startern, in einer Parade, ein Stück weit die Flensburger Förde entlang, bis wir am Klubgelände des Flensburger Segelclubs ankamen. Dort wurden Eröffnungsreden gehalten, bevor es für die Segler ein Buffet gab.
Der einzige Fehler der Veranstaltung war, dass der Audi/VW-Stand Luftballons verteilte. So kamen die Kinder dann auf die Idee, die Luftballons mit Wasser zu füllen und eine Wasserschlacht zu veranstalten. Am Ende des Abends lagen überall auf dem Gelände die Fetzen der Luftballons herum.

Montag, der erste Wettfahrttag stand an. Nach der Steuermannsbesprechung um 9:30 Uhr, war erst einmal Startverschiebung, da auf dem Wasser Unwetter mit über 45 Knoten tobten.
Nachdem der Start immer stündlich verschoben worden war, kam dann die Information, dass um 16:00 Uhr gestartet werden sollte.
Bei über 30 Knoten wurde dann eine Wettfahrt gesegelt, in der ich meinen besten Lauf der gesamten Deutschen Meisterschaft ersegelte. Einen neunten Platz.
An diesem, aber auch an den Meisten Abenden war es sehr schön anzuschauen, wie man selbst im Trockenen stand und auf der anderen Seite der Förde, in Dänemark, Gewitterte es mit so vielen Blitzen, wie man nur selten sieht. Es war förmlich ein Feuerwerk.

Am Dienstag war dasselbe Prozedere mit der Startverschiebung, nur mit dem Unterschied, dass der Start diesmal um 15:00 Uhr erfolgte. Leider war während der Startverschiebung nur die Unwetterwahrscheinlichkeit vorhanden und nicht das Unwetter selbst, sodass wir zwei Wettfahrten bei Mittelwind segelten, bei denen ich leider nicht sehr gut abschnitt.

Der Mittwoch war leider auch nicht besonders erfolgreich. Zu allem Übel wurde ich auch noch auf einem zehnten Platz auf der Kreuz von der Jury geflaggt. Da in dem Moment, als ich gerade zu meinen Kringeln ansetzte, eine Böe kam, kenterte ich und war Letzter. Im Ziel konnte ich jedoch noch einen anderen Segler hinter mir zählen.
Außerdem fand am Abend der Niedersachsenabend statt, an dem wir in der kleinen Bootshalle ein Buffet aufbauten.

Als ich auch am Donnerstag keinen vernünftigen Lauf mehr hinbekam, erreichte ich für das Fleetrace am Freitag leider nur das Silberfleet.
Bei Leichtwind konnte ich auch dort leider nicht überzeugen und wurde am Ende der Meisterschaft nach 11 Läufen als 110. von 218 Startern gewertet.

Der Höhepunkt jedes Optiseglers, der seine letzte Optiregatta segelt, ist natürlich die Kenterung, die nach der letzten Regatta folgt. Diese durfte natürlich auch bei mir nicht fehlen, also schmiss ich das Boot, mit extra montierter GOPRO, direkt vor dem Hafen um.
Mit der Siegerehrung und der anschließenden Disco klang meine letzte Aktivität im Opti langsam aus.

Fazit
Ich sehe mit einem weinenden und einem lachenden Auge auf meine Zeit im Opti zurück. Einerseits hatte ich im Opti viele Freunde und immer viel Spaß. Andererseits ist das aber auch erst das Ende vom Anfang meiner Segelkarriere und ich werde sicherlich in Zukunft auch noch Kontakt mit meinen Freunden aus der Optizeit haben.

Die IDJüM war sehr toll organisiert, auch wenn mein Ergebnis nicht ganz gestimmt hat. Das einzig nervige an der Woche war, dass der Regattaleiter ständig alles Mögliche und Unnötige durch die Lautsprecher angesagt und damit den gesamten Segelclub beschallt hat.

Felix Laukhardt; GER 13214/207334

www.felix-laukhardt.de

 

Bei durchwachsenem Wetter und 2-4 Bft. konnten bei der Entenregatta am letzten Wochendende im Juni vier Wettfahrten gesegelt werden. Beim zweiten Lauf der Hessenmeisterschaft der Optimisten B in Gießen waren auch fünf Seglerinnen und Segler des SC Undine am Start. Opti A musste leider wegen Teilnehmermangel abgesagt werden.

 

 

 

 

 

 

Bei den 22 gestarteten Booten in Opti B erreichte Agatha Wycislik den 15. Rang, Timo Laukhardt landete auf dem 16. Platz, Max Hedtke wurde 19., Hannes Hedtke 20. und Nikolas Wycislik 21.

 

In der Hessenwertung, gebildet aus den Ergebnissen der hessischen Segler der Regatten in Schotten und Gießen, wurde Agatha 5., Timo 7., Max 13., Hannes 14. und Nikolas 15­­.

 

 

 

 

 

 

Doris Laukhardt