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Nach nur 5 Trainingstagen in Inheiden, Schotten und Langen konnte unser Jugendneumitglied, der achtjährige Nikolas Wycislik, am 22.06.2014 die Prüfung zum  Jüngstenschein absolvieren.

Von seiner Schwester mit der Leidenschaft am Segeln schon im letzten Jahr beim Zuschauen infiziert, brannte er darauf, es ihr gleichzutun und hat sehr schnell das Gefühl für den Wind und den Optimisten entwickelt. Bereits am letzten Wochenende im Juni startete Nikolas bei seiner ersten Regatta, der Hessenmeisterschaft der Opti B in Gießen, fuhr alle vier Wettfahrten bis zum Ende und konnte am Ende sogar einen Segler hinter sich lassen.

Ein weiterer erfolgversprechender Segler steht für den Segelclub Undine in den Startlöchern…

Doris Laukhardt


 

Am 12. und 13.07.2014 fand die diesjährige Offenbacher Stadtmeisterschaft im Segeln auf dem Main statt.


Sieger bei den Kajütbooten wurde die Crew von Sohn Dennis und Vater Norbert Pricibilla vom ausrichtenden Verein ORV-S, bei den offenen Kielbooten gewann die Crew von Sohn Stephan und Vater Gerhard Laukhardt vom SCU, bei den Jollen siegte Felix Laukhardt im neuen Klublaser des SCU und bei den kleinen Optimisten segelte Agatha Wycislik vom SCU ihr Boot, eine Leihgabe des ORV-S, im entscheidenden Lauf als erstes über die Ziellinie.

Bei durchwachsenen Wetterbedingungen bot das Wochenende einige spannende Momente. Gesegelt wurde in vier verschiedenen Gruppen, je nach Größe der Schiffe. Sogar bei den Optimisten konnte seit 2011 erstmals wieder eine eigene Wertung bei fünf teilnehmenden Booten stattfinden.

Während am Samstag ein Lauf bei guten Bedingungen gesegelt werden konnte, schlief in der zweiten Wettfahrt der Wind ein, sodass Matthias Sator in seiner Funktion als Regattaleiter diese Wettfahrt abbrechen musste.
Der Sonntagmorgen begann mit kräftigem Dauerregen, der jedoch immer weniger wurde und im Laufe der ersten Wettfahrt ganz aufhörte und sogar einzelne Sonnenstrahlen durchließ. Die Wolkenformationen wurden von den Organisatoren und Seglern kritisch beobachtet und alles sah so aus, als würden die dicken Wolken im Süden vorbei ziehen und es könnte noch eine zweite Wettfahrt am Sonntag stattfinden.
Direkt während der Startvorbereitungen durchbrach plötzlich wie aus heiterem Himmel ein Donner die Stille, dann ertönten vom Startschiff drei Schüsse als Signal zum Abbruch der Wettfahrt und alles setzte sich augenblicklich in Bewegung, um schnellstmöglich den sicheren Hafen zu erreichen. Alle Außenbordmotoren der Segelboote wurden angeworfen, die Optis wurden in einem Schleppverband vertäut, alle Laser in einem zweiten eingesammelt und weitere Boote ohne eigenen Motorantrieb mitgenommen. Die gesamte Breite des Mains war mit schnell nach oben strömenden Segelbooten bedeckt, ganz nach dem Motto „Rette sich, wer kann“. Während dann die Boote an den Stegen festmachten, wurde es am Jollensteg so eng, dass zunächst einige Boote unter der nebenstehenden Carl-Ullrich-Brücke Zuflucht suchten. Der Regen prasselte inzwischen heftig hernieder, als in dem Getümmel Blitz und Donner in kurzem Abstand den Beteiligten den Atem stocken ließ. Glücklicherweise kamen alle Segler unbeschadet an Land, um dort nach Durchziehen der Unwetterfront ihre Boote abzubauen und die eigenen Emotionen auszutauschen.

Bei den Jüngsten, den Optimisten, wurde der erst achtjährige Nikolas Wycislik mit nur knappem Rückstand Fünfter. Er hatte erst in diesem Jahr mit dem Segeln angefangen, hatte im Juni seinen Jüngstenschein erfolgreich erworben und war bereits in Gießen bei einer Opti B-Regatta erfolgreich gestartet. An der Spitze der Opti-Gruppe ging es knapp her. Bei Punktgleichheit jeweils mit einem ersten und einem zweiten Platz konnte sich Agatha Wycislik durch Erreichen des Sieges in der letzten Wettfahrt gegen Timo Laukhardt durchsetzen.


Felix Laukhardt konnte sich im Feld der Jollen im neu vom Segelclub Undine angeschafften Jugendboot Laser 4.7 gegen die Konkurrenz durchsetzen. Die Anschaffung des Bootes war möglich geworden durch Zuschüsse und Spenden des Landessportbundes Hessen, der Stadt Offenbach und der Sportstiftung der Städtischen Sparkasse Offenbach am Main.

Doris Laukhardt


 

Am 5./6.Juli wurde zum zehnten Mal der Süllrand-Cup der Varianta65 ausgesegelt. Die Besonderheit dieser Regatta liegt darin, dass hier nur 65er teilnehmen dürfen. Sonst, im Feld der K3 und K4-Variantas geschwindigkeitsmäßig hoffnungslos unterlegen, kämpfen sie tapfer auf den hinteren Rängen. Die besten 65er schaffen es zwar regelmäßig ins Mitteldrittel vorzustoßen, hier ist aber eine konstruktive Schranke gesetzt. Gebraucht werden sie dennoch. Sei es um die Felder ranglistentauglich oder die Rangliste meisterschaftswürdig zu machen. Beim Süllrand können die 65er ungestört ihre Besten ermitteln ohne vom Mittelfeld der K3/K4 gestört zu werden.

Letztes Wochenende war es also wieder so weit. Zwölf Mannschaften hatten gemeldet, acht davon mit realistischen Siegchancen. Einige dieser Teams sind demzufolge auch schon auf dem auszusegelnden Pokal zu finden. Doch der Reihe nach. Graue Regenwolken und teils heftige Böen versprachen einen interessanten Nachmittag. Beide hessischen Teams (Thrun/Banze und Keitz/Keitz) setzten auf die Genua II und lagen damit gar nicht verkehrt. In den ersten beiden Wettfahrten sprangen für Keitz/Keitz zwei zweite Plätz heraus. Ein Sieg ging an Well/Haack von der SVM, der zweite Laufsieg an Korytowski/Demke aus Berlin. Zur dritten Wettfahrt des Tages wechselten wir auf die Genua I und lagen im Prinzip auch damit richtig. Ein Fehler des Steuermannes ( hatte die Signale des Startschiffes als allgemeinen Rückruf interpretiert, war aber keiner) führte dazu, dass wir uns einen vierten Platz einhandelten. Das Abschneiden der beiden o.a. Mannschaften sorgte dafür, dass die ersten drei Mannschaften nur durch einen Punkt getrennt waren.

Das Abendprogramm war, typisch für den Süllrand-Cup, außergewöhnlich. Sonst immer als kulinarische Länderkunde quer durch Europa ausgerichtet, wurde dieses Mal zu einer vierstündigen Straßenbahnfahrt geladen. Die Bahn aus den sechziger Jahren - also aus dem Geburtsjahrzehnt der Varianta - fuhr eine große Schleife von Mannheim über Viernheim, Heidelberg und selbstverständlich zurück nach Mannheim. Müßig zu erwähnen, dass die Bahn mit einer Bar und einem üppigen Buffet ausgestattet war.

Der Sonntag sollte die vierte und entscheidende Wettfahrt bringen. Die Wolken waren verschwunden, der Wind nicht! Bei bestem Segelwetter wurden es spektakuläre drei Runden. Auf dem ersten Vorwindgang konnten wir uns an die Spitze setzen und diese halten bis zur Kreuz der dritten Runde. Hier kämpften sich Well/Haack an uns vorbei, derweilen unsere Berliner Konkurrenten etwas zurückhingen und mit Thrun/Banze im Clinch lagen. Kurz vor der Ansteuerung der letzten Leetonne hingen wir direkt im Heck von Well/Haack, denen im Eifer des Gefechtes dann prompt eine Tonnenberührung unterlief. Obwohl wir nahe dran waren konnten wir das nicht erkennen, andere Boot die einen besseren Blickwinkel gehabt hätten waren auch nicht in der Nähe. Dennoch haben sie auch ohne Zuruf sofort gekringelt und den fast sicheren Gesamtsieg damit aus der Hand gegeben. Für uns war nun der Weg zum Laufsieg frei, für das Gesamtergebnis musste hinter uns dann einiges passieren, was nicht mehr in unserer Hand lag. Und es passierte. Claudia Thrun hatte einen Supertag erwischt und sich auf Platz zwei geschoben. Jetzt kam es nur noch auf die Einlaufreihenfolge von Korytowski/Demke und Well/Haack an. Im Photofinish entschieden Well/Haack diese Duell für sich und sorgten dadurch bei den Berlinern für den „Extrapunkt“, der uns den Gesamtsieg bescheren sollte.

Fazit: Je enger es zugeht umso deutlicher steigt der Spaßfaktor, je fairer es zugeht umso zufriedenstellender für alle Teilnehmer. Auch Andreas Well, mit dem ich beim Zusammenpacken nochmal gequatscht habe, war eher noch begeistert von den unglaublichen Wettfahrten, als dass er dem Gesamtsieg nachgetrauert hätte. Wir würden es ihm gönnen beim elften Süllrand-Cup, was nicht heißt, dass wir absichtlich langsam fahren werden….

Nicolas Keitz

(© Photos by greenyoghurt photograpy)

 

Beim ersten Lauf zur Hessenmeisterschaft am 21. und 22.06.2014 in Biblis ersegelte sich Thomas Laukhardt vom Segelclub Undine einen zweiten Platz in der Gesamtwertung der Laser Standard bei 19 Teilnehmern und gewann damit als bester Hesse den ersten Lauf zur Hessenmeisterschaft 2014 in dieser Klasse. Nach 14 Jahren Pause in der Regattaszene der Laser meldete er sich  beim SV Biblis auf dem Riedsee mit zwei Tagessiegen eindrucksvoll zurück.

Felix Laukhardt nahm mit dem neuen Klublaser in der Klasse Laser Radial teil und beendete die Regatta mit einem 7. Platz von 18 Teilnehmern und einem 4. Platz in der hessischen Wertung. Die Regatta und die Hessenmeisterschaft waren leider nicht für die Jugendbootklasse Laser 4.7 ausgeschrieben.

Doris Laukhardt

 

Unser Kran (und auch der Hebebock) hat seine jährliche Wartung wieder erfolgreich hinter sich gebracht, diesmal auch mit Prüfung von oben:

Ralf Jäger