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Erstmals konnten dieses Jahr die Seglerinnen und Segler des SC Undine den Hessencup der Hessenregatta für sich gewinnen! Verantwortlich für diesen Erfolg als SkipperInnen sind Erika Galonska-Klein, Bernd Balke und Dieter Staab. Erika errang in Ihrer Wertungsgruppe den dritten Platz und damit Bronze. Zusätzlich eroberte sie den "Running Home" Pokal des Tourismusservice Fehmarn, den das schnellste Boot auf der letzten Strecke Grömitz - Fehmarn erhält. Damit nicht genug bekam sie auch den Pokal des hessischen Ministerpräsidenten - eine reiche Ausbeute!

Wir freuen uns mit allen Beteiligten und vermutlich wird es im Clubhaus demnächst eine kleine Feier geben.

 

Einige Trainings und Regatten mit insgesamt 21 Wassertagen sowie intensives Kraft- und Ausdauertraining absolvierte  Felix bereits in diesem Jahr als Vorbereitung auf die WM-Ausscheidungsregatta, die vom 01. bis 04.05.2014 in Warnemünde stattfand.
 

Bei dieser wichtigsten und qualitativ hochrangigen Regatta starteten die besten 80 deutschen Optiseglerinnen und –segler. So anspruchsvoll wie das Teilnehmerfeld waren auch die Bedingungen. Von leichten drehenden Winden bis hin zu 25 Knoten und zwei Meter Welle, wo von den kleinen segelnden Optimisten teilweise nur noch die Segelspitze von Land zu sehen war, war alles dabei. Dabei blieben die Boote bis zu neun Stunden auf der Ostsee, bis zu sieben Kilometer vor der Küste, verpflegt nur durch Getränke und Müsliriegel aus der Tonne, die vom Trainerbegleitboot transportiert wurde.

Die besten fünf der Wettfahrtserie stellen das neue Weltmeister-schaftsteam, das im November bei der Opti-WM in Argentinien startet, die nächsten sieben starten bei der Europameisterschaft in Irland. Der Felix erreichte einen sehr guten 34. Platz. Max Fiedler als zweiter hessischer Teilnehmer, der jedoch für den Segelclub Mardorf (Niedersachsen) startet, erreichte den 67. Rang.

Doris Laukhardt

 

Dieses Jahr hatte der Wettergott ein Einsehen und bescherte dem Segelclub Undine sonnige Temperaturen zur traditionellen Bootstaufe. Die Bootstaufe selber ist der erste offizielle Akt zum Saisonstart und spiegelt die Entwicklung des Vereins wieder.

Auch 2014 wurden wieder 6 neue Boote im Verein getauft. Damit bestätigen sich der Trend im Verein und die Attraktivität des Segelsports auf dem Main. Getauft wurden ein Optimist (Jugendboot), zwei Laser, eine Lis-Jolle, eine Neptun 22 und ein Motorboot.

Unter Anteilnahme zahlreicher Freunde, Bekannter und Vereinsmit-glieder wurde der Taufakt vollzogen. Durch das vorgehende Briefing wurde der Taufspruch sicher beherrscht und manch Eigner erzählte stolz die Geschichte zu seinem Boot.

Im Anschluss hatte jeder Gelegenheit sich die getauften Boote im Detail selbst anzuschauen und eventuelle Fragen mit dem Eigner zu klären und nochmal mit einem Gläschen Sekt anzustoßen. Für das leibliche Wohl war gesorgt und verdursten brauchte auch niemand. In gemütlicher Runde saßen die letzten bis kurz vor Mitternacht zusammen.

Klaus Mackeprang

Weitere Bilder der Taufe finden Sie hier

Drei Nachwuchssegler des Segelclub Undine nahmen am 03. und 04.05.2014 an der in Langen stattfindenden Opti-B-Regatta teil, die erste bzw. zweite auswärtige Regatta für die Jugendlichen.

Bei kräftigem Wind von 3-4 Bft. segelten am Samstag  21 kleine Optimisten auf dem Langener Waldsee und kämpften mit den dort herrschenden Bedingungen. Das Teilnehmerfeld war leistungsmäßig sehr weit gefächert. Während in der Spitze Segler fuhren, die bereits die Qualifikation für die leistungsmäßig höhere Gruppe der Opti-A-Segler in der Tasche hatte, fuhren einige andere ihre erste Regatta. So unterschied sich die Dauer einer Wettfahrt für die einzelnen Boote enorm, die ersten benötigen für eine Wettfahrt die ausgeschriebenen 45 Minuten, die letzten das Doppelte. So kam es, dass am Samstag die Hälfte der Teilnehmer nur ein oder zwei Wettfahrten bei den anspruchsvollen Bedingungen durchhielten.

Am Sonntag wurde zweimal ein vierter Lauf gestartet, der jedoch immer wieder aufgrund des nachlassenden oder drehenden Windes abgebrochen werden musste. So zählte schließlich das Ergebnis vom Samstag und es blieben auch die nicht gesegelten Wettfahrten in der Wertung. Für die Jugend des SC Undine erreichte Max Hedtke einen 11. Platz, Timo Laukhardt landete auf dem 13. und Hannes Hedtke auf dem 18. Rang. Ein tolles Ergebnis und ein super Erlebnis für die Jungs.

Doris Laukhardt

 

Vom 18.04.2014 bis zum 25.04.2014 fand zum vierten Mal ein Plattbodentörn mit der „De Arend“ unter Skipper Michiel Goeman in den Niederlanden statt. Außenstehenden könnten nun behaupten, wie kann man nur vier Mal mit dem gleichen Schiff auf dem gleichen Revier fahren. Aber auch diesmal war wieder alles anders und vieles neu. Zum ersten Mal hatten wir das Ziel vorgegeben. Amsterdam sollte der Höhepunkt des Törns werden.
Mit 15 Personen war jede Koje an Bord belegt. Viele alte Hasen waren dabei. Nur 5 Crewmitglieder fuhren zum ersten Mal auf diesem Schiff. Wie von Michiel nicht anders zu erwarten wurde der Abfahrts- und Endpunkt zwei Tage vor Start neu bestimmt. Erinnerungen vom letzten Törn wurden wach, als auch damals der Einstiegspunkt verlegt wurde, weil das Schiff noch nicht fertig war.
Pünktlich um 19:00 Uhr machte Michiel im Innenhafen vor der Schleuse in Makkum fest. Eine Weiterfahrt war für den Abend nicht geplant. Man konnte mit dem Auto direkt ans Schiff fahren und neben dem Gepäck auch den mitgebrachten Proviant bunkern. Innerhalb einer Stunde war alles verstaut und das vorgekochte Essen stand auf dem Herd. Bei einem vorhergehenden Crewtreffen wurde ein Essensplan bereits aufgestellt.
Schon am ersten Abend wurde deutlich, dass sich hier eine sehr harmonische Crew zusammengefunden hatte. Dieser Geist ging auch auf den Skipper und seinen Maat über. Auf den vergangenen Törns lernten wir immer wieder Maate kennen, die sich ihre Individualität bewahrt hatten und durch ihr Erscheinungsbild aus der Masse herausstachen. Auch Schirk gehörte zu dieser Sorte Mensch. Bereits am ersten Abend saßen Skipper und Maat am Essentisch und ließen sich verwöhnen, wie an allen anderen Abenden auch. Besonders erstaunlich waren die Essensmengen, die der Maat, rappeldürr und groß, in sich hin einschaufeln konnte. Die Planung sah vor, immer etwas mehr zu kochen, um eine kleine Zwischenmahlzeit für den nächsten Tag anbieten zu können. Es wurden immer 25 Portionen gekocht, die allerdings von den 17 Anwesenden jeden Abend vernichtet wurden.
Am 19.04.2014 durchfuhren wir gegen 10:00 Uhr die Schleuse in Makkum zum Ijsselmeer. Die Sonne schien und der nördliche Wind blies uns in Richtung Enkhuizen. Bereits gegen 17:00 Uhr machten wir im Passantenhafen fest. So blieben uns noch 1 1/2 Stunden, um einen Bummel durch die Altstadt zu machen. Pünktlich um 18:30 Uhr gab es Abendessen und darauf wollte keiner verzichten. Am zweiten Abend, nach einem entspannten sonnigen Segeltag, kristallisierten sich die Trinkgewohnheiten der unterschiedlichen Crewmitglieder heraus. Dabei wurde von der Menge am meisten Bier getrunken, aber auch die Weintrinker mit ihren Tetrapacks hielten gut mit. Als neues Getränk an Bord etablierte sich der Jägermeister, dessen Fankreis im Verlauf der Veranstaltung immer größer wurde.
Am nächsten Morgen beobachtete der Brötchenholer, wie sich ein Flusskreuzfahrtschiff, nicht unweit unseres Liegeplatzes, wohl durch ein falsches Manöver knirschend in die Steganlage bohrte. Nach dem Frühstück pilgerten wir alle zur Unfallstelle und betrachteten die Schäden an Steg und Schiff. Dann ging es um 10:00 Uhr in die Schleuse zum Markermeer. Damit erreichten wir ein Revier, welches wir vorher noch nie befahren hatten. Der Nordwind hielt durch und frischte kurz vor Amsterdam nochmal richtig auf, sodass wir die Vororte von Amsterdam schnell erreichten. Um in die Nähe der Altstadt zu gelangen, mussten eine Brücke und eine Schleuse durchfahren werden, was in den wassersportorientierten Niederlanden zu einer der leichteren Übungen zählt. Nur unter Vorsegel fuhren wir an der Skyline von Amsterdam vorbei, bis wir am Steg für Plattbodenschiffe in der Nähe des Zentrums festmachten. Nur 10 Fußminuten vom Stadtzentrum entfernt hatten wir eine gewisse Erwartung an den Hafen gehabt, umso größer war die Enttäuschung über die nicht vorhandenen sanitären Einrichtungen. Da wir schon in Enkhuizen aufgrund des aufwendigen Zahlungssystems nicht geduscht hatten, wurde es allmählich Zeit uns zu reinigen. Kurzerhand wurde die Dusche wieder für ihre eigentliche Aufgabe hergerichtet. Leergut und Gepäck wurden entfernt und jedem zwei Minuten Zeit zum Duschen gegeben und siehe da, man konnte sich wieder riechen und frisch gereinigt in die Stadt marschieren.
Der nächste Tag stand ganz im Zeichen der Stadt Amsterdam. In einzelnen Trupps zog man los um die Stadt zu erobern. Viele nahmen die Gelegenheit wahr, mit einem Ausflugsboot die Grachten zu durchfahren und erste Eindrücke zu sammeln. Der anfängliche Regen löste sich am frühen Nachmittag auf und viele durchstreiften den ganzen Tag das Zentrum der Stadt. Dabei wurden alle Sinne angesprochen, wobei einige nicht ganz jugendfrei waren. Gegessen wurde in der Stadt und am Abend berichtete man sich gegenseitig bei Bier, Wein und Jägermeister, was man gesehen und erlebt hatte.
Am 22.04.2014 begann der Weg zurück Richtung Norden. Der Wind drehte auf Süd bis Südost und erleichterte uns den Abschied von Amsterdam, eine Stadt die man gesehen haben muss. Eine klare Wettervorhersage gab es nicht, da sich viele Meldungen wiedersprachen. Umso erfreulicher war es, dass die Sonne durchbrach und wir zwar langsam aber warm und trocken Richtung Norden segeln konnten. Zielhafen war die Stadt Hoorn. Hoorn gehört zu den drei bekanntesten Städten der Ostindien-Kompanie und ist heute genauso sehenswert wie vor 600 Jahren. Die kostenlosen Sanitäranlagen sind vom Feinsten, wenn man sie gefunden hat. Für die Stadt selber sollte man einen ganzen Tag einplanen, damit man sich die prächtigen Gebäude anschauen kann oder eines der vielen Museen besuchen kann.
Von Hoorn ging es erst wieder durch die Schleuse ins Ijsselmeer. Strahlender Sonnenschein, aber kaum Wind. Also erst einmal unter Motor Richtung Stavoren. Schon nach kurzer Zeit kam der Wind wieder und wir konnten die Segel setzten. Bei herrlichem Wetter überquerten wir das Ijsselmeer und legten uns in den Außenhafen von Stavoren. Bei der anschließenden Besichtigung wurde klar, das Friesland viel Geld in die Wasserwege steckt. Neue Schleusenanlagen und Häfen dokumentieren dies. Ansonsten hat Stavoren wenig zu bieten. Einige Lokale in denen man das UEFA- Cup Spiel Bayern München gegen Real Madrid sehen konnte, was auch einige nutzten.
Für den nächsten Tag war die letzte Etappe angesagt. Diesmal über die Kanäle. Von Stavoren ging es erst einmal in die Schleuse Richtung Workum. Da der Wind anfangs genau von vorn kam, wurde das erste Stück motort. Nachdem der Kanal eine leichte Biegung Richtung Norden machte konnten die Segel gesetzt werden. Geräuschlos glitten wir über das Land, Auge in Auge mit den Schafen und Kühen die am Ufer grasten. Manchmal liegt der Kanal höher als das umgebende Land und man kann weit ins Land hineinschauen. Ein weiterer Höhepunkt ist die Ortsdurchfahrt von Workum. Zuerst glaubt man nicht, dass man mit diesem relativ großen Schiff durch die engen Kanäle passt. Direkt vor dem ALDI wurde angelegt und es gab für 1 ½ Stunden Landgang. Genau die richtige Zeit, um ein Eis essen zu gehen, da die Temperaturen weit über 20 Grad lagen. In Workum selbst gibt es wieder eine Schleuse, mit der man auf das Ijsselmeer gelangen kann. Von Workum nach Makkum sind es ca. 6 Seemeilen. Das Wetter verschlechterte sich zusehend und der Wind drehte auf Nord, also genau gegenan. Um trocken anzukommen wurden die Segel geborgen und die Maschine angeworfen. Kurz nachdem wir festgemacht hatten, fing es dann auch an zu regnen.
Als Resümee kann ich nur sagen ein toller Törn, eine tolle Crew und wieder der richtige Skipper. Der nächste Plattbodentörn wird voraussichtlich 2017 stattfinden. Ziel werden die Kanäle im alten Land sein.
Es gäbe noch viel mehr zu erzählen, aber dies würden den Rahmen bei Weitem sprengen.
Klaus Mackeprang

Mehr Bilder vom Plattbodentörn findet ihr hier