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Beim traditionellen Schweriner Herbstpokal war Offenbach stark vertreten, nicht nur in der Masse sondern trotz starker Konkurrenz auch in der Klasse.
Das Wochenende des 22./23.10.2016 begann für die Seglerinnen und Segler am Samstagmorgen nach der obligatorischen Steuermannsbesprechung beim Blick auf den Schweriner See mit einer Startverschiebung. Da die Windprognose für das gesamte Wochenende nicht sehr rosig aussah, hieß es „Auslaufen!“, als sich später einige Windböen auf dem Wasser zeigten. Doch bereits in der Hafenausfahrt war der Wind wieder Geschichte. Dennoch ließ die Wettfahrtleitung die Wassersportler bei eisigen sechs Grad einige Zeit auf dem Wasser warten, in der Hoffnung auf eine längere Windperiode – jedoch vergeblich…
Der Sonntag begann nur in der Hinsicht erfreulicher, als das Schweriner Schloss beim Warten vor der Hafenausfahrt durch die dicke Nebelwand, die sich während des Auslaufens über den See gelegt hatte, idyllisch zu erahnen war. Einige hielten sich mit kurzen Trainingswettfahrten vor dem Hafen warm.
Als etwas Wind einsetzte und den Nebel vertrieb, konnte es endlich Richtung Regattagebiet losgehen, wo es noch einmal deutlich kälter war als vor dem Hafen. Das Feld im Laser Radial war mit einer Jugendweltmeisterin, zwei Jugendeuropameisterinnen, dem Deutschen Meister und sogar der Olympiateilnehmerin von London extrem stark besetzt. Dies versprach spannende und erbitterte Kämpfe auf dem Wasser, die schon vor dem Start begannen und bis ins Ziel andauerten.
In den Bootsklassen der Laser 4.7, Laser Radial, Europe konnten schließlich zwei Läufe erfolgreich durchgeführt werden. Allerdings fabrizierten die Laser Radial im zweiten Lauf so viele Frühstarts, dass die Regattaleitung kurzerhand die anderen Gruppen vorzog. Als die Laser Radial schließlich vom Wasser kamen, hatten einige Europesegler bereits die Boote reisefertig auf die Trailer verladen.
Die Ergebnisliste war aus Offenbacher Sicht sehr erfreulich anzusehen:
Laser 4.7 (45 Starter): 8. Maximilian Behrens (ORV-S), 15. Emily Strohfeldt (WSVL)
Laser Radial (60 Starter): 2. Felix Laukhardt (SCU), 11. Yago Osuna (DSCL), Kim Christjan Sator (ORV-S) konnte sich mit den besonderen Bedingungen nicht anfreunden und wurde 53.
Europe (49 Starter): 15. Katharina von Schleinitz (HSSC)
Bei den Jüngsten, den Optimisten, verlief es nicht viel anders. In Opti A kamen zwei Läufe zustande, in Opti B konnte am gesamten Wochenende nur ein Lauf ins Ziel gebracht werden. Auch hier schnitt der einzige Offenbacher Segler Theo Gnass (SCU), der sich aufgrund seiner Schnelligkeit bei der Anmeldung zur Regatta ‚qualifizieren‘ konnte (Meldeliste war wieder nach ca. 15 Minuten voll), mit einem 3. Platz von 108 Startern überraschend gut ab.

 

Als Höhepunkt der Saison 2016 beendete Felix Laukhardt zum zweiten Mal hintereinander die Jugend-Weltmeisterschaft im Laser 4.7 in der Gruppe der Jungs als bester Deutscher.
Seit Anfang diesen Jahres ist Felix Laukhardt bereits im Laser Radial mit größerer Segelfläche (5,7 m2) auf seiner Einmannjolle unterwegs. Zur Weltmeisterschaft im eigenen Land gelang dem 16-jährigen der Schritt zurück in die Einstiegsklasse des Bootes, den Laser 4.7 mit dessen deutlich kleinerer Segelfläche und flacherem Segelprofil für Umsteiger bis 17 Jahre, an das er sich in nur drei Trainingstagen direkt vor dem Event erst wieder gewöhnen musste.
Zur Eröffnung der dieses Jahr in Deutschland stattfindenden Weltmeisterschaft versammelten sich die knapp 400 jugendlichen Seglerinnen und Segler aus 38 Nationen am Abend des 1. August 2016 in einem Fahnenmeer unterhalb des erloschenen Olympiafeuers in Kiel-Schilksee,  von wo aus sie, begleitet von mitreißenden Rhythmen einer Trommlergruppe, zum offiziellen Empfang in die Vaasa-Halle geleitet wurden. Nach kurzen Reden der Funktionäre stärkten sich die Seglerinnen und Segler am Buffet und Gruppenfotos der teilnehmenden Nationen wurden erstellt.
Zur Durchführung der Segelregatta wurden die 256 Jungs in vier täglich neu zusammengestellte Startgruppen eingeteilt, gekennzeichnet durch farbige Bändsel an der Mastspitze; die 126 Mädchen starteten in zwei Gruppen. Gesegelt wurde 5 bis 6 km vor dem Olympiahafen auf den Regattabahnen Echo und Juliett auf der Ostsee vor der Kieler Förde.
Gleich am ersten Segeltag reichte der Wind auf der Regattabahn für faire Wettfahrtbedingungen nicht aus und die Seglerinnen und Segler kamen unverrichteter Dinge wieder in den Hafen. Dafür konnten am zweiten Wettfahrttag bei guten Bedingungen in allen Gruppen drei Läufe durchgeführt werden. Am dritten Tag bei Wind bis zu 20 Knoten wurden noch einmal 2 Wettfahrten gesegelt. Nach fünf Wettfahrten lag Felix als bester Deutscher mit zwei ersegelten 3. Plätzen auf Rang 48, was leicht für die Qualifikation in die Goldgruppe der Finalläufe gereicht hätte. Mit zwei Ergebnissen im Mittelfeld am letzten Qualifikationstag verpasste er sein Ziel jedoch um sechs Plätze und startete in den Finalläufen im Silberfleet. Hier gab er noch einmal alles und konnte am letzten Tag bei bis zu 25 Knoten Wind sogar noch einen Tagessieg und einen 9. Platz einfahren. Damit beendete er die Weltmeisterschaft auf einem 69. Platz und wie schon im letzten Jahr als bester Deutscher. Antonia Gfrörer, als zweite Hessische Vertretung und ebenfalls vom SCU, ersegelte sich bei ihrer ersten Weltmeisterschaft einen 118. Platz. Die ebenfalls in der Trainingsgruppe betreute Hanne Göricke vom Mühlenberger Segelclub beendete die Regatta als zweitbestes deutsches Mädchen auf einem 40. Platz.
Abseits der Regattabahn trugen unter anderem internationale Fußballspiele auf dem Zeltplatz zur Völkerverständigung zwischen den Teilnehmern aus den anderen Nationen und zu wertvollen Erfahrungen bei. Auch wurde die erfolgreiche Hessisch-Niedersächsische Trainingsgruppe durch die Betreuung eines irischen Seglers bereichert. Das Motto der Trainingsgruppe „Never quit“, zu Beginn eines jeden Wettfahrttages ausgerufen, war für alle richtungsweisend.

Thomas Laukhardt bietet ein offenes Lasertraining für hessische Jugendliche im Laser 4.7 und Laser Radial an. Es wird in Torbole am Gardasee stattfinden. Bei Interesse bitte bei Thomas bis zum 31.01.2017 anmelden, weitere Einzelheiten sind in der Ausschreibung im Downloadbereich zu finden.

 

Die Hessenmeisterschaft im Frühjahr 2016 dominierend, auf den großen europäischen Segelevents in der ersten Jahreshälfte noch im Mittelfeld zu finden, machte Felix Laukhardt zur Internationalen Deutschen Jugendmeisterschaft in Travemünde in der letzten Juliwoche national auf sich aufmerksam.
Seit Anfang 2016 im Laser Radial unterwegs, er bei der Meisterschaft im Rahmen der Travemünder Woche nach vier gesegelten Wettfahrten überraschend auf Platz 4. Nach zwei Flautetagen kam er mit den am letzten Wettfahrttag über Land kommenden, drehenden Winden jedoch nicht Felix und Antoniaoptimal zurecht und fiel mit drei ersegelten Plätzen im Mittelfeld auf einen immer noch hervorragenden 13. Platz zurück. Kim Sator vom ORV-S erreichte in der knapp 100 Segler starken Gruppe der Laser Radial einen 82. Rang. Antonia Gfrörer, die  erst seit Ende 2015 im Laser 4.7 segelt, erreichte in dieser Bootsklasse einen guten 48. Platz in dem 70 Seglerinnen starken Feld.


 

Am Freitag, 18.11.2016 fand in den Räumlichkeiten der „Trattoria e Pizzeria Santa Lucia alla Torre“ unser traditionelle Vereinsehrenabend. Eigentlich ist unsere Segelsaison mit dem Herbst-Arbeitsdienst beendet, es waren aber noch einzelne Segler unterwegs und konnten am Vereinsehrenabend nicht anwesend sein.

Die meisten Ehrungen konnten trotzdem durchgeführt werden. Unsere Hessenmeister müssen eben noch bis zur Mitgliederversammlung Anfang nächsten Jahres warten, bis sie gebührend geehrt und gefeiert werden können.

Bevor die Pokale vergeben wurden, bemängelte Klaus Mackeprang allerdings die überschaubare Teilnahme an den Vereinsregatten. An den 12 gewerteten Wettfahrten nahm nur etwa die Hälfte aller Vereinsboote teil.

Insgesamt konnten Vereinsmitglieder in fünf Bootsklassen geehrt und die entsprechenden Pokale übergeben werden. In der Klasse der Kajütboote ging der Pokal an Andreas Kellermann. Da es seine erste Saison mit dem Kajütboot war, ist er der Aufsteiger des Jahres. In der Bootsklasse der Offenen Kielboote wurde Stefan Laukhardt zum wiederholten Male Vereinsmeister. Er gehört zu den wenigen, der an allen Wettfahrten teilgenommen hat. In der Klasse der Jollen wurde Thomas Laukhardt Vereinsmeister, nebenbei auch noch Vize-Hessenmeister in seiner Klasse.

Erfreulich hat sich dieses Jahr die Jugendarbeit entwickelt. In der Klasse der Optimisten wurde Nikolas Wycislik Vereinsmeister, in der Klasse der Jugendjollen wurde der Pokal an Max Hedtke überreicht.

In einer anschließenden Präsentation stellte Timo Laukhardt das umfangreiche Regattaprogramm 2016 der Jugend vor. Die Präsentation machte den deutlich, welcher Aufwand von Jugendlichen, Eltern, Trainern und Betreuern zu erbringen ist, um vorne mitzusegeln. Die Vereinsmeisterlisten sind auf der Homepage bei den Regattaergebnissen 2016 abgelegt, unter diesem Link sind sie zu finden.